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Telemonitoring: BNK startet Kooperation mit BIOTRONIK und GETEMED zur vernetzten Herzinsuffizienzversorgung

Bei Herzinsuffizienzpatient*innen laufen oft mehrere Diagnosen und Symptome zusammen, sodass die Herausforderung besteht, mehrere Aspekte gleichzeitig im Blick haben zu müssen. Ein engmaschiges Telemonitoring bietet betreuenden Ärztinnen und Ärzten daher ein exzellentes Werkzeug, um frühzeitig auf gesundheitliche Veränderungen eingehen und stationäre Aufenthalte abwenden zu können.1, 2 Seit diesem Jahr ist das Telemonitoring von Patientinnen und Patienten mit Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) Teil der kassenärztlichen Regelversorgung. Hierdurch haben Patient*innen mit fortgeschrittener Herzschwäche erstmals einen gesetzlichen Anspruch auf eine kontinuierliche telemedizinische Betreuung.

Den kardiologischen Praxen fällt bei dem Auf- und Ausbau der neuen Telemonitoring-Infrastruktur eine Schlüsselrolle zu. „Je mehr Praxen deutschlandweit ein Telemonitoringzentren (TMZ) gründen, desto effektiver können wir das Ziel einer bundesweit engmaschigen Versorgung von Herzinsuffizienzpatienten erreichen“, fügt Dr. Ralph Bosch, 1. Vorsitzender des Bundesverbandes Niedergelassener Kardiologen in Baden-Württemberg hinzu.

Um die niedergelassenen Kardiologen bei der Aufgabe zu unterstützen, setzt der BNK auf digitale Netzwerklösungen von renommierten Medizintechnikherstellern. Nach sorgfältiger Prüfung hat sich der BNK entschieden, seinen Mitgliedern die inCareNet HF-Plattform von BIOTRONIK und GETEMED anzubieten. inCareNet HF ist eine digitale Versorgungsmanagement-Plattform, die es medizinischen Einrichtungen erlaubt, ihre Herzinsuffizienzpatienten leitlinienkonform telemedizinisch zu betreuen und interdisziplinär über verschiedene Standorte hinweg zu versorgen.

Ein Rahmenvertrag zwischen der BNK Service GmbH und den kooperierenden Unternehmen sichert BNK-Mitgliedern Sonderkonditionen für die inCareNet HF-Nutzung zu.

 „Wir freuen uns sehr, dass wir mit GETEMED und BIOTRONK zwei sehr erfahrene Telemonitoring-Partner mit an Bord holen können, die es uns ermöglichen, die telemedizinische Versorgung von Herzschwächepatienten bundesweit auszubauen und zu verbessern“, erklärt Dr. Norbert Smetak, Vorsitzender des Bundesverbands Niedergelassener Kardiologen (BNK).

„Als Pionier des implantatbasierten Telemonitorings freut es uns sehr, dass wir unser Know-how in die inCareNet HF-Plattform einbringen und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren der Herzinsuffizienztherapie vereinfachen und optimieren können“, erklärt Roberto Belke, Geschäftsführer Vertrieb Deutschland bei BIOTRONIK. „Mit inCareNet-HF bieten wir Kardiologen ein Instrument, mit dem sie die Behandlungsabläufe von Herzschwächepatienten transparent abbilden und die Therapie patientenorientiert steuern können.“

inCareNet HF bietet primär behandelnden Ärzten und Telemonitoringzentren die Möglichkeit, Rollen, Aufgaben und Behandlungsmaßnahmen zentral zu strukturieren und einfach zu dokumentieren. Über die Web-Plattform können sowohl Monitoringdaten von Patienten mit externen Messgeräten, wie Tele-EKG, Waage und Blutdruckgerät, als auch von Patienten mit Herzrhythmusimplantaten erfasst und ausgewertet werden. Auch die Medikation lässt sich im bundeseinheitlichen Format in die inCareNet HF-Plattform integrieren. So befinden sich alle wichtigen Informationen immer an einem Platz.

„Die IN-TIME- und TIM-HF 2-Studien konnten eindrucksvoll zeigen, wie wichtig ein engmaschiges  Telemonitoring für das Überleben von Herzinsuffizienzpatienten ist. Daneben haben die Ergebnisse auch die Notwendigkeit von zuverlässigen Monitoringtechnologien und strukturierten und leitlinienkonformen Monitoring- und Behandlungsabläufen aufgezeigt. Mit inCareNet HF ist es uns gelungen, all diese Anforderungen unter einen Hut zu bringen und die wichtigen Studienerkenntnisse in die Versorgungspraxis zu überführen“, fasst Michael Scherf, Vorstandsvorsitzender von GETEMED,zusammen.

Referenzen

1 Hindricks G et al. Lancet. 2014, 384(9943).

2 Koehler F et al. Lancet. 2018, 392(10152)